Die Stadt Pfungstadt beabsichtigt, zur nachhaltigen verkehrlichen Entlastung der innerörtlichen Erschließungsstrukturen und damit der gesamten Siedlungslage den Neubau einer Entlastungsstraße im Westen der Kernstadt. Das hierfür erforderliche Baurecht wurde durch den Bebauungsplan „Entlastungsstraße Pfungstadt – West“ geschaffen, welcher am 29.07.2015 in Kraft getreten ist. Der Anschluss an die B 426 erfolgt über den bestehenden Knotenpunkt B 426 – Eschollbrücker Straße. Am Knotenpunkt ist bis zum Ende des vorhandenen Fahrbahnteilers eine Deckensanierung vorgesehen.
Für die Anbindung der Retfordstraße an die Entlastungsstraße wird der Querschnitt in Anlehnung an die Retfordstraße sowie die Eschollbrücker Straße mit 6,50 m (2 x 3,25 m) gewählt. Die Länge der Anbindung an die Retfordstraße beträgt 247 m Die Anbindung erfolgt über einen einspurigen Kreisverkehrsplatz mit einem Durchmesser von D = 40,00 m. Der bestehende Wirtschaftsweg welcher bisher parallel zur Eschollbrücker Straße verläuft wird ebenfalls an den Kreisverkehrsplatz angebunden. Der Wirtschaftsweg hat eine Breite von 3,00 m. Im Bereich des Anschlusses an den Kreisverkehrsplatz ist eine Verbeiterung auf 5,00 m vorgesehen um das sichere Ein- und Ausfahren mit landwirtschaftlichen Maschinen zu gewährleisten.
Die Eschollbrücker Straße wird auf einer Länge von ca. 250 m zurückgebaut. Dazu ist auch das teilweise Abtragen der vorhandenen Dammböschung vorgesehen. Mit dem Vorhaben zum Neubau einer Entlastungsstraße im Westen der Kernstadt steht die Stadt Pfungstadt am Anfang eines umfangreichen Planungsprozesses („Entlastungsstraße Pfungstadt – West“), um innerörtliche Verkehre aus der Ortslage herauszuhalten und die innerstädtischen Strukturen damit nachhaltig von verkehrsbedingten Störungen zu entlasten. Mit dem Neubau einer kommunalen Entlastungsstraße „Pfungstadt West“ soll der erste Teilbauabschnitt, zwischen der B 426 und der Rheinstraße, realisiert werden. Der erste Bauabschnitt beinhaltet dabei folgende Maßnahmen:
- Anbindung der Entlastungsstraße an den bestehenden Knotenpunkt Eschollbrücker Straße – B 426
- Provisorische Anbindung der Entlastungsstraße an die Rheinstraße mittels dreiarmigen Knotenpunktes mit „abknickender Vorfahrt“
- Anbindung der Retfordstraße sowie der Eschollbrücker Straße an die Entlastungstraße über einen neuen Kreisverkehrsplatz
- Rückbau einer Teilstrecke der Eschollbrücker Straße
- Anpassung des Wirtschaftswegenetzes und des Geh- und Radwegenetzes an die neue Trassenführung
Straßenfläche: ca. 9.270 m²
(Länge: 1.000 m)