Lebenszyklus als Bewertungsmaßstab
Besonderes Augenmerk legten die Partner auf die Lebenszyklusanalyse der seriellen Varianten. Dabei wurden Herstellung, Transport und Einbau ebenso bewertet wie Rückbau und Recyclingfähigkeit der Materialien.
Beim Primärenergieeinsatz zeigt sich der Holzbau als ökologischste Lösung. Der Metallbau eröffnet hingegen ein hohes Potenzial, wenn der gesamte Produktlebenszyklus einschließlich Recycling betrachtet wird. Entsprechend differenziert fiel die Ökobilanz aus. Die herkömmliche WDVS-Methode ist in Bezug auf die Umweltwirkung unterlegen.
Lediglich bei den reinen Investitionskosten – ohne Berücksichtigung des Bonus für serielle Sanierung im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude – zeigt das WDVS zunächst Vorteile. Diese relativieren sich jedoch im Lebenszyklus durch qualitative Nachteile sowie durch sogenannte „weiche“ Faktoren wie die stärkere Belastung der Mieter während der Bauphase, ein weniger nachhaltiges Erscheinungsbild und geringere Langlebigkeit. Die schnelle Montage der im Werk vorgefertigten Elemente erweist sich insbesondere im bewohnten Bestand als klarer Vorteil der seriellen Lösungen.
Bei Variante 2 mit verputzter Holzfassade blieben Balkone und Loggien erhalten, weil dort ein WDVS verbaut würde.