Im Osten des Werks planten die Spezialisten 15 LKW-Aufstellplätze. Im Einbahnverkehr fahren die Lastwagen über die zentrale Hauptstraße zu den Schrottboxen, um dann entweder in Richtung der neuen Lagerhalle abzubiegen oder geradeaus weiter zu den bisherigen Produktionshallen zu fahren. In der neuen Lagerhalle spielten van Treek und sein Team vier Varianten der Lagerplanung durch, bis sie sich gemeinsam mit dem Geschäftsführer Thomas Stürzebecher und den Projektleitern Daniel Leiser und Dr. Christian Schmidt von der Hydro-Stabsstelle für neue Projekte auf die optimale Lösung einigten. Das Lager dient einerseits als Puffer für die 24/7 laufende Produktion, andererseits als überdachte Ladestation für die LKW.
Neben der 65 Meter langen und 27 Meter breiten Produktionshalle für die HyForge-Schmiedebolzen platzierten die Fabrikplaner eine Lagerhalle für die fertigen Produkte, neue Schrottboxen, Pförtnerhaus, Ein- und Ausgangswaagen für die LKW sowie eine Rauchgasreinigung. Nachdem das in der Fabrikplanung erarbeitete Logistikkonzept mit schematischem Grundstücklayout stand, ging Architekt Jörn Ahlhelm an die Generalplanung und damit an den Entwurf der Gebäude. Zunächst musste der Bestand und die Anschlusspunkte exakt vermessen werden. Parallel dazu stimmte sich das Projektteam mit den Maschinen- und Anlagenbauern ab, um Dimensionen und Spezifikationen für die riesigen Schmelz- und Gießöfen sowie andere Anlagenteile zu erhalten und diese von vorneherein exakt zu planen. Die Generalplaner arbeiteten dabei nach der Methode des Building Information Modelings (BIM) und nahmen eine dreidimensionale Planung vor.
Wichtiges Kriterium der Fabrikplanung sind die Warenströme: Hier ist der LKW-Verkehr für die Zulieferung von Schrott und die Abholung von herkömmlichen und innovativen Bolzen dargestellt.