Der Lausitz steht gerade der zweite massive Strukturbruch innerhalb von gut 30 Jahren bevor: Bis 1990 lag hier das Zentrum des Braunkohlebergbaus der DDR mit zuletzt 80.000 Beschäftigten, von denen nach der Wende rund 90 Prozent ihren Arbeitsplatz verloren. Aus Umweltschutzgründen steht jetzt auch das Ende der Braunkohleverstromung an, denn unter den zehn emissionsintensivsten Energieversorgungsanlagen Europas finden sich alle drei Lausitzer Braunkohlekraftwerke. Spätestens 2038 ist Schluss mit dem Verheizen fossiler Brennstoffe. Den Strukturwandel haben die Bundesländer Sachsen und Brandenburg bereits eingeläutet. Statt Schwerindustrie sollen zukünftig Hochtechnologie und mittelständische Unternehmen die Wirtschaft prägen. Im sächsischen Teil des Industrieparks Schwarze Pumpe entstand daher ein Kompetenzzentrum für Gründer und Gewerbe unter dem Markennamen DOCK³ Lausitz. Hier sollen sowohl junge, innovative Unternehmen als auch regional ansässige Firmen in ihrem Wachstum unterstützt werden.
Mit der Generalplanung wurde IPROconsult beauftragt. Im Team des Projektleiters Torsten Findeisen waren Spezialisten aus fünf IPROconsult-Standorten vereint: In Dresden und Leipzig, in der Lausitz sowie im Rheinland und in der Niederlassung Berlin/Brandenburg arbeiten die Planer – und doch bilden sie ein Team, das ein Projekt in kurzer Zeit umsetzte. Der barrierefreie Neubau-Komplex in Schwarze Pumpe gliedert sich in ein zweigeschossiges teilunterkellertes Bürogebäude mit 20 mietbaren Büroeinheiten und Tagungsflächen sowie eine ebenerdige Werkhalle mit ebenfalls bis zu zwölf separaten, flexibel abtrennbaren und mietbaren Einheiten. Im Obergeschoss finden sich der Sanitärtrakt und drei Büroeinheiten.